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Naikan und Enneagramm – Drei Fragen, die die Welt verändern

Mit großer Freude habe ich ein älteres Buch über Naikan entdeckt und dabei einige Überschneidungen mit dem Enneagramm entdeckt. Naikan ist eine weitgehend unbekannte Methode der Selbstbeobachtung aus Japan. In einem zen-ähnlichen Setting beschäftigt man sich einige Tage lang mit der Beobachtung der eigenen Erinnerungen. Dabei unterteilt man die Erinnerungen in einzelne Personen (Mutter, Vater…) und Zeiträume („im Alter von … bis“). Für die einzelnen Zeiträume und Personen stellt man sich nacheinander immer wieder die folgenden drei Fragen: „1. Was hat diese Person in dieser Zeit für mich getan? 2. Was habe ich in dieser Zeit für diese Person getan? 3. Welche Schwierigkeiten (oder welchen Kummer) habe ich dieser Person in dieser Zeit bereitet?“ (Bölter, S.14)

EMT Fortbildung 19. / 20. November 2016

Marcel Sonderegger: Älterwerden – mit dem Enneagramm unterwegs Ende November wird Marcel Sonderegger mit den Teilnehmern an dem spannenden Thema Enneagramm und Älterwerden arbeiten. In seiner Kursbeschreibung schreibt er unter anderem: „Nach C. G. Jung gibt es in der zweiten Lebenshälfte kaum ein Thema, das nicht spiritueller Natur wäre.“ In der zweiten Lebenshälfte können wir, nach Marcel Sonderegger, unsere Energie vermehrt darauf verwenden, auch unsere schmerzhaften und ausgeschlossenen Aspekte zu integrieren.

Zen und Enneagramm

Zeitgleich zum Workshop mit Jürgen und Ulrike las ich „Einfach Zen“ von Joko Beck. Mit großer Überraschung und Freude fand ich eine Passage zum Umgang mit Stress und Druck. Sie schreibt: „Wir haben verschiedene Strategien, mit denen wir auf Druck reagieren. Gurdjieff (…) nannte unse­re Strategie unseren ‚Hauptcharakterzug‘. Wir müssen herausfinden, was dieser Charakterzug ist, wie wir instinktiv auf Druck reagieren“ (Beck, S. 47).